Heißluftballone über einer Savanne mit Schirmakazien

Tansania · Nationalpark

Serengeti-Nationalpark

Kurz nach Sonnenaufgang bei Seronera. Aus dem Funkgerät des Fahrers kommt Suaheli, weiter vorn hat ein anderer Wagen etwas gesehen. Staub legt sich auf die Windschutzscheibe, und auf den Felsen neben der Piste rührt sich noch nichts.

Foto: 123RF

Um die Serengeti drehen sich die Safaris im Norden Tansanias. Der Park ist so groß, dass die Frage nicht lautet, ob du hinfährst, sondern wohin genau. Der Süden im Februar und der Norden im August sind zwei verschiedene Reisen. Wähl die Region nach dem Monat, nicht nach der Lodge.

Wie groß, wie alt, wo genau

Der Nationalpark umfasst 14.763 Quadratkilometer, so steht es bei der UNESCO und in der Wikipedia (der englische Artikel nennt an anderer Stelle 14.750). Das Ökosystem Serengeti, in dem die Herden ziehen, ist ungefähr doppelt so groß: Die deutsche Wikipedia nennt rund 30.000 Quadratkilometer. Seit 1981 ist der Park UNESCO-Welterbe und Biosphärenreservat.

Beim Gründungsjahr findest du drei Zahlen. Alle stimmen, denn sie meinen verschiedene Rechtsakte. 1940 wurde das Gebiet zum Schutzgebiet erklärt, die englische Wikipedia nennt das als Gründung. 1951 machte die britische Mandatsverwaltung von Tanganyika daraus einen Nationalpark mit festen Grenzen, so datiert es die Parkbehörde TANAPA auf ihrer Webseite. 1959 folgte die National Parks Ordinance, mit der das heutige Ngorongoro-Schutzgebiet abgetrennt wurde. Auf dieses Gesetz berufen sich die UNESCO und ein TANAPA-Leitfaden von 2024.

Der Park liegt im Norden Tansanias zwischen dem Ngorongoro-Hochland im Südosten und der kenianischen Grenze, hinter der die Maasai Mara anschließt. Im Westen grenzen die Wildreservate Grumeti und Ikorongo an, im Südwesten das Maswa-Wildreservat, im Osten das Gebiet von Loliondo. Das Gelände liegt zwischen etwa 1.100 und 2.000 Metern. Verwaltet wird alles von Seronera aus, fast in der Mitte.

Fläche
14.763 km²Nationalpark laut UNESCO
Welterbe
seit 1981UNESCO, Naturerbe
Eintritt
70 USD (rund 61 €)pro Tag, Hochsaison, zzgl. Steuer, Stand 09/2026
Straße
7 bis 8 hab Arusha laut TANAPA
Flug
ca. 1 h 10Arusha bis Seronera

Die Regionen: Zentrum, Süden, Westen, Norden

Die englische Wikipedia teilt den Park in drei Landschaften: Süden, Western Corridor, Norden. Für die Planung gehört das Zentrum um Seronera dazu.

Zentrum: Seronera

Seronera ist der Knoten. Hier liegt die Seronera Airstrip, laut Wikipedia die wichtigste Piste des Parks, und hier arbeitet seit 1966 das Serengeti Research Institute. Die Landschaft ist offene Savanne mit Kopjes, Felsinseln, die aus dem Gras ragen.

Das Zentrum hängt nicht an der Wanderung. Die Tiere hier bleiben das ganze Jahr. Von März bis Mai ziehen die Herden meist durch, auf dem Weg nach Norden und Westen, nach Angaben von Africa Geographic etwa über die Simba Kopjes und die Gegend um Moru. Der Nachteil: In der Trockenzeit wird es an den Sichtungen um Seronera voll, schreibt das Vergleichsportal SafariBookings.

Lohnt sich: das ganze Jahr, besonders bei kurzen Aufenthalten, weil Flug und Straße hier am kürzesten sind.

Süden und Ndutu

Im Süden hören die Bäume auf. Die Kurzgrasebenen sind fast baumlos, nur von Kopjes unterbrochen, und von Dezember bis März stehen hier die Herden. Im Februar kalben die Gnus. Die TANAPA spricht von über 250.000 Kälbern im Jahr, vier Fünftel davon in wenigen Wochen ab Mitte Februar, auf den Ebenen zwischen Naabi Hill Gate und dem Ngorongoro-Hochland. Die englische Wikipedia nennt rund 500.000 Kälber in zwei bis drei Wochen, also doppelt so viele.

Mit den Kälbern kommen die Räuber. Um den Ndutu-See leben laut Wikipedia starke Bestände an Geparden und Löwen. Der See selbst ist ein kleiner, saisonaler Sodasee. Steht das Wasser hoch, ertrinken dort Gnus in großer Zahl.

Ndutu gehört nicht zum Nationalpark. Die Ebenen um den See liegen im Ngorongoro-Schutzgebiet, das eine eigene Behörde verwaltet, die NCAA. Die UNESCO beschreibt die Kalbungsebenen als Gebiet, das über diese Grenze hinweg reicht. Für dich heißt das: In Ndutu zahlst du die Gebühren der NCAA, und deren Genehmigung gilt nur für eine Einfahrt in 24 Stunden. Wer in Ndutu schläft und zur Pirsch in den Nationalpark fährt, zahlt beide Behörden.

Lohnt sich: Ende Dezember bis März. Die NCAA nennt für Ndutu Ende Dezember bis April als beste Zeit. Mehr zur Kalbezeit auf der Seite zur Reisezeit.

Western Corridor und Grumeti

Der Western Corridor ist ein langer Streifen Richtung Viktoriasee. Die Flüsse Grumeti und Mbalageti ziehen hindurch, an ihren Ufern steht Galeriewald. Dort leben Mantelaffen. Im Fluss warten die Krokodile, wenn die Gnus den Grumeti queren.

Wann das ist, darüber sind sich nicht einmal zwei Abschnitte desselben Wikipedia-Artikels einig: einmal April und Mai, einmal Mai bis Juli. Die meisten Quellen nennen Mai bis Juli. Laut serengeti.com warten die Herden am Grumeti manchmal bis zu zwei Wochen, bevor sie hinübergehen.

Westlich schließt das Grumeti-Wildreservat an, eingerichtet 1993, laut englischer Wikipedia rund 412 Quadratkilometer groß, laut deutscher 2.000 bis 3.000. Flugpisten gibt es bei Grumeti und Fort Ikoma. Lohnt sich: vor allem Mai bis Juli.

Norden: Kogatende, Lamai und der Mara-Fluss

Der Norden reicht von Seronera bis zum Mara-Fluss an der kenianischen Grenze. Hügel, offene Commiphora-Wälder, weite Wege. Die englische Wikipedia nennt ihn abgelegen und relativ schwer zugänglich. Der Mara ist laut UNESCO der einzige Fluss im Park, der das ganze Jahr Wasser führt.

Von Juli bis Oktober queren hier die Gnus den Fluss, die Spitze liegt meist im August und September. Einen amtlichen Kalender dafür gibt es nicht, die Monate stammen von Veranstaltern und Reiseportalen. Ein Teil der Herden zieht weiter in die Maasai Mara. Laut serengeti.com bleibt etwa die Hälfte auf der tansanischen Seite.

Seit 2024 regelt eine Richtlinie der TANAPA die Querungen: feste Beobachtungspunkte mit Schildern, eine Höchstzahl an Fahrzeugen je Punkt, Mindestabstand zum Ufer, Fahrzeuge nur auf einer Flussseite. Du bleibst im Wagen. Picknick am Ufer ist verboten, und niemand darf den Tieren den Weg verstellen.

Die Flugpisten heißen Kogatende und Lamai. Mit dem Auto sind es von Seronera nach Veranstalterangaben 140 bis 170 Kilometer, vier bis fünf Stunden reine Fahrzeit. Manche Camps im Norden schließen in der langen Regenzeit im April und Mai. Lohnt sich: Juli bis Oktober. Danach ziehen die Herden über Lobo und Loliondo zurück nach Süden.

Welche Region in welchem Monat

Die Große Tierwanderung (Great Migration) folgt dem Regen und dem frischen Gras, nicht dem Kalender. Jede Monatsangabe ist deshalb ein Durchschnitt. In einzelnen Jahren sind die Herden Wochen früher oder später dran. Die ausführliche Monatsübersicht steht auf der Seite Reisezeit und Große Tierwanderung.

MonateWo die Herden meist sindRegion für die Unterkunft
Dezember bis MärzKurzgrasebenen im Süden, Kalbezeit mit Spitze im FebruarSüden, Ndutu (Ngorongoro-Schutzgebiet)
März bis MaiZug nach Norden und Westen durchs ZentrumZentrum, Seronera
Mai bis JuliWestern Corridor, Querungen am GrumetiWestern Corridor, Grumeti
Juli bis OktoberQuerungen am Mara, Spitze meist August und SeptemberNorden, Kogatende, Lamai
Oktober bis DezemberRückweg über Lobo und Loliondo nach SüdenNorden und Zentrum, später Süden

Wie viele Tiere ziehen, ist umstritten. Luftzählungen kommen seit den 1970er Jahren auf rund 1,3 Millionen Gnus, die TANAPA nennt 2024 etwa 1,35 Millionen, andere Quellen zwei Millionen und mehr. Eine Satellitenzählung, 2025 veröffentlicht, fand im August 2022 und 2023 jeweils unter 600.000 Tiere. Die Studienleiterin Isla Duporge betont, das beweise keinen Rückgang. Offen sei, warum die Methoden so verschieden zählen. Dazu kommen laut Wikipedia und UNESCO 250.000 bis 300.000 Zebras.

Was du jenseits der Wanderung siehst

Die Herden sind nur ein Teil. Löwen gibt es laut Wikipedia mehr als 3.000 im Ökosystem, die UNESCO nennt 4.000. Ihre Beschreibung zählt außerdem rund 1.000 Leoparden, 225 Geparde, 3.500 Tüpfelhyänen und 2.700 Elefanten, sagt aber nicht, aus welchem Jahr die Zahlen stammen. Die Wikipedia nennt für 2014 über 5.000 Elefanten.

Die Big Five kommen alle vor, das Spitzmaulnashorn allerdings selten. Weniger als 70 Tiere sind es laut Wikipedia, 200 laut UNESCO. Afrikanische Wildhunde waren 1991 verschwunden und wurden 2012 zurückgebracht.

Über 500 Vogelarten sind nachgewiesen, von November bis April kommen Zugvögel dazu. Weniger erfreulich: In der Serengeti leben Tsetsefliegen, die sich laut Auswärtigem Amt von Mückenmitteln kaum abhalten lassen. Mehr auf der Seite Einreise und Gesundheit.

Anreise: sieben Stunden Piste oder eine Stunde Flug

Die TANAPA rechnet für die Straße ab Arusha mit sieben bis acht Stunden. Du fährst über Karatu, 14 Kilometer dahinter kommt das Loduare-Tor des Ngorongoro-Schutzgebiets. Dann geht es am Kraterrand vorbei und quer durchs Schutzgebiet bis zum Naabi Hill Gate an der Grenze zur Serengeti. Von dort bis Seronera ist es nach Anbieterangaben etwa eine Stunde.

Veranstalter kommen auf 320 bis 350 Straßenkilometer bis ins Zentrum. Ab Naabi Hill Gate sind die Pisten steinig und stark gewellt, ein Selbstfahrer-Veranstalter rät zu weniger als 25 km/h. In der Regenzeit wird es schlechter.

Die Durchfahrt durchs Ngorongoro-Schutzgebiet kostet Eintritt, auch ohne Kraterfahrt. Das bestätigt die NCAA ausdrücklich: 70,80 USD (rund 62 €) pro Person, Stand September 2026. Weil die Genehmigung nur für eine Einfahrt gilt, brauchst du nach dem Wortlaut der NCAA für den Rückweg eine neue und zahlst noch einmal.

Schneller geht es mit dem Kleinflugzeug. Coastal Aviation fliegt laut Flugplan täglich über Manyara nach Seronera, 7:45 Uhr ab Arusha, Landung 8:55 Uhr. Von Juli bis September gibt es zusätzlich einen Direktflug. Preis: 259 USD (rund 230 €) pro Erwachsenem plus 54 USD (rund 47 €) Steuern und Gebühren (Stand Juli 2026). Angeflogen werden auch Fort Ikoma, Grumeti, Kogatende, Lamai, Lobo und Ndutu; nach Kogatende sind es 355 plus 68 USD (rund 310 plus 59 €) und mit Zwischenlandungen gut zweieinhalb Stunden.

Pack in weiche Taschen, Veranstalter nennen 15 Kilo als übliche Grenze, Auric Air erlaubt 20. Viele Reisen kombinieren beides: hin auf der Straße über Tarangire und den Ngorongoro-Krater, zurück per Flug ab Seronera. Beispiele auf der Seite Routen für 4 bis 10 Tage.

Übernachten: Zelt, Saisoncamp oder Lodge

Die Tarifliste der TANAPA kennt für die Serengeti öffentliche Campingplätze (Public Campsites), Special, Seasonal und Fly Campsites, einfache Rest Houses sowie Lodges und Zeltcamps, für die eine Konzessionsgebühr fällig wird.

Die öffentlichen Plätze sind die einfachste Variante. Bei Seronera liegen nach Angaben eines Selbstfahrer-Veranstalters sieben davon nah beieinander. Special Campsites sind abgelegene Plätze für eine einzelne Gruppe. Sie musst du vorab buchen.

Was Veranstalter mobile Camps nennen, taucht in amtlichen Papieren so nicht auf. Am nächsten kommt die Kategorie Seasonal Campsite. Gemeint sind Zeltcamps, die nur einen Teil des Jahres stehen, im Norden nach Veranstalterangaben oft nur vier bis fünf Monate der Trockenzeit.

Lodges und feste Zeltcamps stehen das ganze Jahr, einige schließen in der langen Regenzeit. Die TANAPA rät, in den Monaten der Wanderung früh zu buchen. Liegt die Unterkunft in Ndutu, gilt die Konzessionsgebühr der NCAA.

Gebühren im Nationalpark

Die Beträge gelten pro Person für Besucher von außerhalb Ostafrikas, Stand September 2026. Sie stammen aus der letzten offiziellen Tarifliste der TANAPA für 2023/24. Eine neuere steht nicht auf der Behördenseite, und die Beträge sind seit mindestens Juli 2021 gleich.

GebührErwachsene ab 16Kinder 5 bis 15
Conservation Fee, Hochsaison 16. Mai bis 14. März, pro 24 Stunden70 USD (rund 61 €)20 USD (rund 17 €)
Conservation Fee, Nebensaison 15. März bis 15. Mai, pro 24 Stunden60 USD (rund 52 €)20 USD (rund 17 €)
Concession Fee für Lodges und Camps, Juli bis September, pro Nacht60 USD (rund 52 €)10 USD (rund 8,70 €)
Concession Fee, Oktober bis Juni, pro Nacht50 USD (rund 44 €)10 USD (rund 8,70 €)
Public Campsite, pro Nacht30 USD (rund 26 €)5 USD (rund 4,40 €)
Special Campsite, pro Nacht (Juli bis September / sonst)60 / 50 USD (rund 52 / 44 €)nicht angegeben
Ngorongoro-Schutzgebiet (Ndutu, Durchfahrt), eine Einfahrt in 24 Stunden70,80 USD (rund 62 €)23,60 USD (rund 21 €)

Kinder unter fünf zahlen nichts. Auf die TANAPA-Beträge kommen 18 Prozent Mehrwertsteuer, jedenfalls laut Tarif-PDF, das alle Beträge als „exklusive“ ausweist. Die Webseite derselben Behörde schreibt „inklusive“. Veranstalter rechnen mit Aufschlag, also 82,60 USD (rund 72 €) pro Tag in der Hochsaison. In den Beträgen der NCAA steckt die Steuer offenbar schon.

Die Conservation Fee der TANAPA gilt 24 Stunden und für mehrere Einfahrten. Bezahlt wird am Tor mit Visa oder Mastercard. Was die Gebühren über eine ganze Reise ausmachen, rechnet die Seite Was eine Safari in Tansania kostet vor.

Ballonfahrt über der Serengeti

Ballonsafaris gibt es in der Serengeti seit 1989. Die Betreiber vergibt die TANAPA per Ausschreibung für jeweils fünf Jahre. Einer der Anbieter ist Serengeti Balloon Safaris. Ein Platz im geteilten Korb kostet dort 599 USD (rund 520 €) pro Person, Parkgebühren nicht enthalten (Stand September 2026). Du bist etwa eine Stunde in der Luft. Danach gibt es Frühstück mit Sekt, gegen 9:45 Uhr geht es zurück.

Gestartet wird im Zentrum das ganze Jahr, im Western Corridor und im Norden von Juni bis Oktober, in Ndutu vom 20. Dezember bis 31. März. Andere Quellen nennen leicht abweichende Zeiten. Zum Ticket kommt die Ballongebühr der Behörde, bei der TANAPA 50 USD (rund 44 €) plus Mehrwertsteuer, bei der NCAA in Ndutu 39,53 USD (rund 34 €; Stand September 2026).

Regeln im Park: was amtlich ist und was nicht

Eindeutig ist das Verbot, die Pisten zu verlassen. Die TANAPA schreibt, Off-Road-Fahren sei verboten, sofern es nicht ausdrücklich erlaubt ist. Für die Serengeti ergänzt sie: in den ausgewiesenen Bereichen bleiben, Tempolimits einhalten, Drohnen nur mit Sondergenehmigung. Zu schnelles Fahren kostet laut Tarifliste 50.000 Tansania-Schilling (rund 16 €) Strafe (Stand September 2026).

Unklarer sind die Zeiten. Dass der Park von 6 bis 18 Uhr offen ist, steht auf Anbieterseiten, aber in keiner TANAPA-Quelle für die Serengeti. Ähnlich bei Nachtfahrten: Anbieter schreiben, sie seien in der Serengeti nicht erlaubt. Die Tarifliste der TANAPA führt Nachtpirschen für Parks wie Tarangire, Ruaha und Nyerere auf, die Serengeti nicht. Beim Tempolimit nennen Anbieter 50 km/h, ein Selbstfahrer-Veranstalter 35 km/h. Frag im Zweifel am Tor nach.

Unser TippReist du zwischen Dezember und März, frag den Veranstalter, ob das Camp in Ndutu oder im Nationalpark steht. Davon hängt ab, welche Behörde die Konzessionsgebühr kassiert und ob Pirschfahrten über die Grenze einen zweiten Eintritt kosten. Ein sauberes Angebot weist beide Gebühren getrennt aus.

Euro-Beträge gerundet. Kurse: 1 € = 1,15 US-Dollar (Referenzkurs der Europäischen Zentralbank vom 22.09.2026), 1 € = 3.033 Tansania-Schilling (Kurs der Bank of Tanzania vom 23.09.2026).

Häufige Fragen zur Serengeti

Wann ist die beste Reisezeit für die Serengeti?

Das hängt von der Region ab, weil die Große Tierwanderung dem Regen folgt. Im Süden um Ndutu stehen die Herden meist von Dezember bis März, im Western Corridor von Mai bis Juli und im Norden am Mara-Fluss von Juli bis Oktober. Das Zentrum der Serengeti um Seronera lohnt sich das ganze Jahr.

Gehört Ndutu zum Serengeti-Nationalpark?

Nein. Die Ndutu-Ebenen liegen im Ngorongoro-Schutzgebiet, direkt an der Grenze zur Südserengeti. Dort gelten die Gebühren und Regeln der Ngorongoro-Behörde NCAA, nicht die der Nationalparkbehörde TANAPA.

Wie lange fährt man von Arusha in die Serengeti?

Die Parkbehörde TANAPA rechnet mit sieben bis acht Stunden auf der Straße, über Karatu und durch das Ngorongoro-Schutzgebiet bis zum Naabi Hill Gate. Der Linienflug von Arusha zur Seronera-Piste dauert mit Zwischenlandung gut eine Stunde.

Sind Nachtfahrten in der Serengeti erlaubt?

Nach Angaben von Veranstaltern nicht. Die Tarifliste der Parkbehörde TANAPA führt Nachtpirschen für andere Parks wie Tarangire und Ruaha auf, die Serengeti fehlt dort. Ein ausdrückliches Verbot steht darin nicht, im Zweifel hilft die Nachfrage am Parktor.

Wie viele Gnus ziehen durch die Serengeti?

Luftzählungen kommen auf rund 1,3 Millionen Gnus, andere Quellen nennen bis zu zwei Millionen. Eine 2025 veröffentlichte Satellitenzählung fand im August 2022 und 2023 jeweils weniger als 600.000 Tiere in der Serengeti und der Maasai Mara; die Studienleiterin betont, dass das keinen Rückgang beweist.