Für eine Safari in Tansania brauchst du drei Dinge, bevor du fliegst: ein Visum, einen Reisepass mit genug Restlaufzeit und einen Plan gegen Malaria. Alles andere lässt sich vor Ort lösen. Regeln ändern sich, also prüf sie vor der Buchung noch einmal beim Auswärtigen Amt. Stand ist September 2026.
Das Visum: vorher online beantragen
Reisende aus Deutschland und Österreich brauchen ein Visum. Das Touristenvisum für eine Einreise kostet 50 US-Dollar (rund 44 €) und gilt bis zu 90 Tage, auch für Kinder, und zwar für das Festland und Sansibar gemeinsam (Stand September 2026). Beantrag es als E-Visum über das offizielle Portal visa.immigration.go.tz. Bezahlt wird dort mit Visa oder Mastercard.
Wie lange das dauert, beantworten die Quellen unterschiedlich. Das Portal verspricht eine Bearbeitung innerhalb von zehn Tagen, das Auswärtige Amt schreibt von mindestens zehn Arbeitstagen. Das sind schnell zwei Wochen. Jeder Reisende braucht einen eigenen Antrag, auch ein Baby.
Das Visum bei Ankunft gibt es weiterhin. Aber das Auswärtige Amt warnt: Die Ausstellung ist nicht garantiert, und du musst mit Wartezeiten rechnen. Wer es trotzdem so macht, hat die 50 Dollar (rund 44 €) passend in Scheinen dabei oder zahlt mit Kreditkarte. Österreichs Außenministerium nennt als Zahlungsmittel Euro oder Dollar.
AchtungIm Netz stehen viele Seiten, die das tansanische Visum gegen Aufpreis beantragen und dabei aussehen wie eine Behörde. Das Einwanderungsportal selbst schreibt, Anträge nur über die offizielle Seite zu stellen. Die Adresse endet auf immigration.go.tz.
Reist du mit Schweizer Pass, schau vor der Buchung beim Schweizer Außendepartement (EDA) nach.
Der Reisepass: sechs Monate und freie Seiten
Ein Personalausweis reicht nicht. Reisepass, vorläufiger Reisepass und Kinderreisepass werden anerkannt. Bei der Restlaufzeit formulieren die Behörden leicht verschieden. Das Auswärtige Amt verlangt sechs Monate über das Ende der Reise hinaus, das tansanische Portal sechs Monate und eine freie Visumseite. Österreich nennt sechs Monate ab Einreise und drei freie Seiten.
Richte dich nach der strengsten Fassung, dann bist du auf jeder Seite sicher. Halte das Rückflugticket bereit. Am Flughafen Daressalam werden bei Ein- und Ausreise Fingerabdrücke und ein Foto genommen.
- Visum
- 50 USD (rund 44 €)E-Visum, Stand 09/2026
- Gültigkeit
- 90 TageFestland und Sansibar
- Bearbeitung
- 10+Arbeitstage laut Auswärtigem Amt
- Reisepass
- 6 Monateüber die Reise hinaus
Gelbfieber: nur Pflicht, wenn du aus einem Risikogebiet kommst
Fliegst du direkt aus Deutschland nach Tansania, verlangt niemand eine Gelbfieberimpfung. Das gilt laut Auswärtigem Amt auch bei einem Umstieg in einem Gelbfieberland, solange du den Flughafen nicht verlässt und der Aufenthalt kürzer als zwölf Stunden ist.
Anders sieht es aus, wenn du vorher in einem Gelbfiebergebiet warst: Dann ist der Nachweis Pflicht, für jeden ab dem ersten Geburtstag. Das betrifft vor allem Reisende, die eine Safari in Kenia mit Tansania kombinieren. Wer das plant, lässt sich rechtzeitig impfen oder klärt die Reihenfolge der Länder mit der reisemedizinischen Beratung.
Malaria: das größte Gesundheitsrisiko
Die Mücken kommen mit der Dämmerung. Und sie kommen überall hin, wo es warm genug ist. Auswärtiges Amt und Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin (DTG) stufen ganz Tansania unterhalb von 2.500 Metern als Gebiet mit hohem Malariarisiko ein, das ganze Jahr über. Ausdrücklich eingeschlossen sind die Nationalparks, Daressalam und die Inseln Sansibar, Pemba und Mafia.
Über 99 Prozent davon: Malaria tropica. Die DTG empfiehlt für Tansania deshalb Tabletten zusätzlich zum Mückenschutz (Stand ihrer Empfehlungen 2026). Welches Mittel zu dir passt, klärt die reisemedizinische Beratung. Die DTG nennt drei Wirkstoffe zur Vorbeugung: Atovaquon mit Proguanil, Doxycyclin und Mefloquin.
Auch der Ngorongoro-Krater ändert daran nichts. Sein Boden liegt je nach Quelle auf 1.700 bis 1.800 Metern, der Rand laut deutscher Wikipedia auf rund 2.300 Metern und damit ebenfalls unter der Grenze. Nur am Kilimandscharo steigst du deutlich darüber.
Was sonst noch sticht
In der Serengeti, im Tarangire und im Westen des Landes leben Tsetsefliegen. Sie können die Schlafkrankheit übertragen. Mückenmittel halten sie laut Auswärtigem Amt kaum ab. Nach der Malaria ist das Afrikanische Zeckenbissfieber die häufigste Ursache für Fieber nach einem Aufenthalt in Nationalparks. Wer nach der Rückkehr Fieber bekommt, sagt dem Arzt, dass er in Tansania war.
Welche Impfungen empfohlen sind
Das Auswärtige Amt empfiehlt für Tansania Impfungen gegen Hepatitis A und Kinderlähmung (Polio), dazu die Standardimpfungen, vor allem gegen Masern. Je nach Reise kommen Hepatitis B, Typhus, Tollwut, Meningokokken, Dengue und Chikungunya in Frage. Für eine klassische Lodge-Safari braucht es meist weniger als für eine lange Rucksackreise. Das entscheidest du mit dem Arzt, am besten sechs bis acht Wochen vor dem Abflug, weil manche Impfungen mehrere Termine brauchen.
Versicherung und ärztliche Versorgung
Außerhalb der großen Städte fehlt es an Ärzten und Ausstattung, schreibt das Auswärtige Amt, und gefälschte Medikamente kommen vor. Eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport gehört deshalb zu jeder Safari. Nimm deine Medikamente in ausreichender Menge von zu Hause mit.
Für Sansibar gilt eine zusätzliche Regel. Seit Oktober 2024 müssen alle Besucher eine Pflichtversicherung der staatlichen Zanzibar Insurance Corporation abschließen, 44 US-Dollar (rund 38 €) pro Person für bis zu 92 Tage (Stand September 2026). Andere Policen werden dafür nicht anerkannt. Mehr dazu auf der Seite Safari und Sansibar.
Wie sicher ist Tansania?
Eine Reisewarnung gibt es nicht. Das Auswärtige Amt rät aber, „besondere Vorsicht walten“ zu lassen, und von nicht notwendigen Reisen in den Süden der Region Mtwara an der Grenze zu Mosambik sowie an die Küste südlich von Kisiju ab (Stand September 2026). Die Safarigebiete im Norden und Sansibar sind davon nicht betroffen.
Rund um die Wahlen am 29. Oktober 2025 kam es zu teils gewaltsamen Protesten mit vielen Toten, wie viele es waren, ist umstritten. Das Internet war tagelang abgeschaltet, Bargeld, Treibstoff und Flüge wurden knapp. Seitdem hat sich die Lage laut Auswärtigem Amt stabilisiert, sie bleibt aber angespannt. Neue Proteste, Ausgangssperren und Einschränkungen im Flug- und Fährverkehr, gerade nach Sansibar, schließt das Amt nicht aus.
Im Alltag
- Die Kriminalität ist laut Auswärtigem Amt relativ hoch und gestiegen. Es gibt Fälle, in denen Reisende entführt und zum Geldautomaten gezwungen werden, vor allem in Arusha, Daressalam und auf Sansibar.
- Nimm nur registrierte Taxis oder Fahrten, die sich nachverfolgen lassen, und fahr nachts nicht über Land.
- Geh nachts nicht zu Fuß, auch nicht am Strand auf Sansibar.
- Fotografier keine Polizisten, Soldaten, Demonstrationen, Flughäfen oder Brücken. Bilder, die „Panik verbreiten“ könnten, zu teilen, ist strafbar.
- Homosexuelle Handlungen werden mit sehr hohen Haftstrafen bedroht.
Auf einer geführten Safari bist du tagsüber im Park und nachts in der Lodge oder im Camp, weit weg von diesen Risiken. Heikel sind eher die Nächte in Arusha und Daressalam vor und nach der Safari.
Was an der Grenze sonst auffällt
Plastiktüten sind in Tansania verboten. Wer welche dabeihat, muss sie bei der Einreise abgeben. Durchsichtige Zip-Beutel für Flüssigkeiten sind laut Auswärtigem Amt erlaubt, während Österreichs Außenministerium strenger formuliert und gar keine Ausnahme nennt. Pack im Zweifel Stoffbeutel ein.
Eine Drohne brauchst du gar nicht erst einzupacken, wenn du keine Genehmigung hast. Die Luftfahrtbehörde TCAA verlangt die Anträge vor der Ankunft, für Ausländer drei bis vier Wochen vorher, sonst wird das Gerät laut Behörde am Flughafen beschlagnahmt. In den Nationalparks braucht es zusätzlich eine Erlaubnis der Parkverwaltung.
Bargeld bis 10.000 US-Dollar (rund 8.700 €) musst du nicht anmelden. Souvenirs aus geschützten Tieren darfst du nicht ausführen, und das Auswärtige Amt verweist ausdrücklich auf jüngste Festnahmen.
Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass alle tansanischen Fluggesellschaften auf der Liste der EU stehen, die ihnen den Betrieb im europäischen Luftraum untersagt. Die kleinen Maschinen zwischen Arusha, den Parks und Sansibar fliegen trotzdem täglich, und ohne sie sind viele Routen nicht machbar.
Unser TippBeantrag das E-Visum drei bis vier Wochen vor dem Abflug, druck die Bestätigung aus und speicher sie zusätzlich auf dem Handy. Im selben Schritt vereinbarst du den Termin für die reisemedizinische Beratung, dann sind die beiden Dinge erledigt, die sich nicht mehr kurzfristig nachholen lassen.
Euro-Beträge gerundet. Kurs: 1 € = 1,15 US-Dollar (Referenzkurs der Europäischen Zentralbank vom 22.09.2026).
Häufige Fragen zu Einreise und Gesundheit
Braucht man für Tansania ein Visum?
Ja, Reisende aus Deutschland und Österreich brauchen ein Visum für Tansania. Am sichersten ist das E-Visum über das offizielle Portal visa.immigration.go.tz, das auch für Sansibar gilt. Ein Visum bei Ankunft ist möglich, aber laut Auswärtigem Amt nicht garantiert.
Wie lange vorher sollte man das Visum für Tansania beantragen?
Das Auswärtige Amt nennt eine Bearbeitungszeit von mindestens zehn Arbeitstagen für das tansanische E-Visum. Wer drei bis vier Wochen vor dem Abflug beantragt, hat Luft für Rückfragen.
Ist die Gelbfieberimpfung für Tansania Pflicht?
Bei direkter Anreise aus Deutschland nicht. Pflicht wird der Nachweis, wenn du aus einem Gelbfiebergebiet einreist, etwa nach einer Safari in Kenia, oder wenn ein Umstieg in einem solchen Land länger als zwölf Stunden dauert.
Gibt es in der Serengeti Malaria?
Ja. Auswärtiges Amt und Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin stufen ganz Tansania unter 2.500 Metern als Gebiet mit hohem Malariarisiko ein, ausdrücklich inklusive der Nationalparks und Sansibar. Sie empfehlen Tabletten zusätzlich zum Mückenschutz.
Ist Tansania für eine Safari sicher?
Das Auswärtige Amt rät zu besonderer Vorsicht, eine Reisewarnung gibt es nicht (Stand September 2026). Abgeraten wird nur vom Süden der Region Mtwara an der Grenze zu Mosambik, die Safarigebiete im Norden liegen weit davon entfernt.